Stroh in Flammen

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Am Freitag, 9. Januar 2015, wurde die Feuerwehr Region Murten um 06.39 Uhr durch die Berufsfeuerwehr Bern zur Unterstützung zu einem Brand eines Anhängerzuges auf der Autobahn A1 auf der Höhe von Mühleberg aufgeboten.

In Brand geraten war ein französischer Sattelschlepper, welcher Stroh geladen hatte. Der Brand war im Bereich der hinteren Anhänger-Achse ausgebrochen. Im trockenen Stroh fand das Feuer rasch ausreichend Nahrung

Autobahn komplett gesperrt

Um die Löscharbeiten nicht zu behindern, sperrte die Kantonspolizei Bern in einer Anfangsphase die Autobahn ab Mühleberg und leitete den morgendlichen Verkehr über eine Unterhaltszufahrt ab der Autobahn. Aufgrund des grossen Verkehrsaufkommens staute sich der Verkehr über mehrere hundert Meter. Vorbildlich bildeten die Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse, so dass das ausgerückte ELW sowie das Stützpunkt-TLF ohne Behinderungen den Einsatzort anfahren konnten.


Um das Stroh zu löschen, musste dieses von Hand abgeladen werden.

Aufwändige Handarbeit

Um alle Glutnester löschen zu können, mussten die Einsatzkräfte einen Grossteil des dichten Strohs von Hand ab dem Anhänger laden, breitflächig ausbreiten und letztlich ablöschen. Parallel dazu wurde ein Transportunternehmen mit Mulden aufgeboten, um das abgelöschte Stroh zu entsorgen. Aufgrund der grossen Menge, wurde zusätzlich ein Frontlader eines Bauern aus Mühleberg aufgeboten. Dieser verbrachte das Stroh in die Mulden.


Die Feuerwehr Region Murten stand mit 10 Kräften im Einsatz.

Fahrt fortgesetzt

Da der Lastwagen unbeschädigt war, konnte dieser seine Fahrt zum Warenempfänger unbeschadet fortsetzen. Der beschädigte Anhänger hingegen wurde durch ein Abschleppunternehmen abtransportiert.

Der Einsatz für die Feuerwehr Region Murten war gegen Mittag beendet. Im Einsatz standen 10 Kräfte der Feuerwehr Region Murten sowie mehrere Angehörige der Berufsfeuerwehr Bern.

Wieso lässt sich komprimierter Stroh mit Wasser so schlecht löschen?

Schuld ist die Oberflächenspannung des Wassers. Diese verhindert, dass das Wasser in das Brandgut eindringen kann. Das Wasser bleibt in Tropfenform an der Oberfläche.