Test Einrück-Rayon

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Die Feuerwehr Region Murten führt zurzeit einen Test betreffend Erweiterung des Einrück-Rayons für die Stützpunkt-Kompanie durch.

Bis vor kurzem hatte jeder Feuerwehrangehöriger, welcher neu in den Stützpunkt eintreten wollte, in einem definierten Rayon wohnhaft zu sein. Aus diesem musste es ihm im Alarmfall möglich sein, innerhalb von sechs bis acht Minuten beim Lokal an der Bernstrasse einzutreffen. Der Grund sind die gesetzlichen Vorgaben des Kantons: diese schreiben vor, dass der Stützpunkt rund um die Uhr innerhalb von acht Minuten mit zehn Kräften ausrücken können muss.

Und was bei einem Wohnortswechsel?

Wechselte ein Angehöriger des Stützpunktes in eine Gemeinde, welche ausserhalb dieses Rayons liegt, so wurde von den Betroffenen immer wieder gewünscht, im Stützpunkt verbleiben zu können. Besonders bei langjährigen Angehörigen wurde diesem Wunsch aufgrund des hohen Ausbildungsstands sowie der grossen Erfahrung jeweils entsprochen.

Fusion von Jeuss, Lurtigen und Salvenach mit Murten

Mit der voraussichtlichen Fusion der Gemeinden Jeuss, Lurtigen und Salvenach mit der Gemeinde Murten per 1. Januar 2016, wird sich die Frage stellen, wie die Feuerwehrangehörigen dieser drei Gemeinden (darunter zahlreiche Atemschutzgeräteträger) in die Feuerwehr Region Murten integriert werden können. Das Kommando hat deshalb entschieden, einen einjährigen Versuch durchzuführen. Dabei wird für einzelne Personen das Einrück-Rayon für die Stützpunkt-Kompanie erweitert. Das Kommando hofft so, Erfahrungen hinsichtlich Einrückzeiten aus den Gemeinden ausserhalb des heutigen Einrück-Rayons sammeln zu können. Die gesammelten Erfahrungen werden in die Neustrukturierung der Feuerwehr Region Murten im Rahmen der Integration von Angehörigen der Feuerwehr JLS fliessen.

Am Versuch nimmt unter anderem Bedri Zairi teil, der seit 2006 im Stützpunkt eingeteilt und neu wohnhaft in Kerzers ist.

Die Angehörigen des Stützpunktes, welche ausserhalb des bisherigen Einrück-Rayons wohnhaft sind, absolvieren sämtliche Ausbildungen und Übungen im Stützpunkt. Im Pikett werden sie jedoch zusätzlich zum regulären Bestand eingeteilt. Sollte es ihnen nicht möglich sein, innert der geforderten sechs bis acht Minuten im Lokal einzutreffen, hätte dies somit keinen Einfluss auf die Einsatzstärke.

Im Hinblick auf die Fusion von Murten mit den Gemeinden Jeuss, Lurtigen und Salvenach, führt das Kommando zurzeit einen Test zur Erweiterung des Einrück-Rayons für den Stützpunkt durch.